„Was kann man alles filzen?“

Diese Frage stellte letztens ein Kind aus der Filz-AG. Meine Antwort lautete: „Fast alles.“. Im heutigen Beitrag möchte ich ein weiteres Objekt vorstellen, das mich nun schon viele Jahre in meinem Atelier begleitet: ein gefilzter Lampenschirm – jeden Abend mit einer Zeitschaltuhr im Einsatz.

Man nehme ein kostengünstiges Lampengestell mit passendem Schirm. Die Maße des Schirms geben die benötigte, fertige Filzfläche an. Weil der Schirm oben schmaler ist als unten, empfiehlt sich eine Schablone. Dafür wird der Lampenschirm langsam über ein Stück Papier oder Zeitung gerollt und man kann mit einem dicken Stift an den Rändern entlangfahren und diese Schablone ausschneiden. Hierbei merkt man, dass die Schablone eine fast halbrunde Form bekommt.

Gefilzt wird der Lampenschirm entweder mit einer dünnen Lage Vorfilz. Dies führt zu einem absolut gleichmäßigen Ergebnis. Kammzug oder Vließwolle eignen sich natürlich auch, jedoch muss man bei deren Verwendung darauf gefasst sein, dass die Verteilung der Wolle ungleichmäßiger ausfällt und somit auch das Licht unterschiedlich durch den Schirm scheinen wird. Beides hat seinen Reiz.

Ich entschied mich für die erste Variante mit dem Vorfilz. Der eigentliche Pfiff der Lampe ergibt sich nämlich erst durch das Einfilzen von hauchdünnen Seidenfäden und schräger Richtung. Daran kann ich mich bei eingeschalteter Lampe auch heute noch nicht sattsehen.

Überzeugt Euch selbst anhand der folgenden Fotos:

2016.04 Lampenschirm 1

2016.04 Lampenschirm 3

2016.04 Lampenschirm 2

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