Filzträume für 2016

Erst wollte ich Euch ein Schwein zu Silvester filzen. Aber irgendwie sprang der Funke nicht über, als ich das Internet nach Anregungen durchforstete. Dann dachte ich über meine Filzträume für 2016 nach:

  • Lernen wie man Fotos auf Filz transferiert,
  • einen Kurs oder Workshop besuchen,
  • einige meiner Filzdinge ausstellen.

Bei einer solchen Ausstellung dürften die Monster und Tiere nicht fehlen. Da kam mir der Gedanke für das letzte Filzteil dieses Jahres… Bevor ich es Euch präsentiere, möchte ich etwas loswerden:

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Euch alles erdenklich Gute für 2016 und die Erfüllung vieler Eurer Träume. 

Ich bedanke mich für die lieben Kommentare, doppelt so viele Klicks wie im letzten Jahr mit mehr als doppelt so vielen Besuchern. Das macht mich stolz und spornt an.

Eure Silke von filzSi

2015.12 Monster Nr. 9

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Für alle, die es interessiert: Die Anleitung für Monster Nr. 9

Als neue Herausforderung sollte das Monster möglichst zottelig sein. Das ist bei meiner Vorgehensweise unüblich, weil ich glatte Oberflächen bevorzuge. Mithilfe von Locken (die selbst nicht filzen, es muss immer Merinowolle als „Klebstoff“ verwendet werden) versuchte ich es.

2015.12 Monster Nr. 8 Anleitung

Den Körper umfilzte ich in herkömmlicher Schablonenmethode. Die Augen sind aus Styroporkugeln, die Stiele aus Chenilledraht, den ich umfilzte. Die Pupille ist nadelgefilzt (nach dem Trocknen). Die Drahtenden steckte ich in die Schablone, legte dann die lilafarbenen Locken auf, in zwei Lagen, jeweils mit einer dünnen Schicht Merinowolle belegt. Nachdem alles angefilzt war, schnitt ich die Ärmchen aus Trittschallfolie und umfilzte sie mit orangefarbener Merinowolle. Die Enden blieben trocken, so ließen sie sich an den Körper filzen. Die untere Seite der Schablone ziert eine weiterer Lockenrand, sozusagen als Beinersatz. Den aufgeschnittenen Körper filzte ich fest und stopfte ihn mit herkömmlicher Stopfwolle. Das war nach 2 Stunden erledigt. Über Nacht trocknete das Monster, heute morgen ging’s zum Fotoshooting.

„Du wirst an Deinen Aufgaben wachsen“…

… las ich auf dem Zettelchen aus dem Glückskeks beim Vietnamesen. Na, da stand der Fortsetzung „Monsterfilzen“ nichts mehr im Weg.

Bei Monster Nr. 7 ging es wieder darum, eine 2D-Vorlage in ein 3D-Tierchen umzuwandeln. Diesmal handelte es sich um eine zeichnerische Vorlage mit anspruchsvollen Details, die schon vor Wochen den Weg zu mir gefunden hatte. Alles ist ungewöhnlich und einzigartig: 3 Stielaugen, 3 krumme Beine, unregelmäßige Körperform mit Farbverlauf, gefräßiges Großmaul, spitze Karieszähne, fiese orange-pink-gelbe Warzen. Kurzum, ein „richtiges“ Monster.

Inspiriert von Geschenkpapier – Nr. 4

Das vierte und letzte Monster der Geschenkpapierserie hält gleich drei Herausforderungen bereit:

1. Wie befestigt man die kugelrunden Augen am Körper (ohne sie anzunähen oder andere Hilfsmittel zu verwenden)?

2. Wie muss die Schablone des Körpers aussehen, damit das Monster dreidimensional mit offenem Mund und Zähnen darzustellen ist?

3. Wie lassen sich die Arme ohne Hilfsmittel formen, damit sie nach oben gerichtet sind?

Die zweite Herausforderung ließ sich relativ leicht lösen. Dadurch, dass das Monster mit der Schablonentechnik gestaltet und ausgestopft wird, erhält es automatisch eine dreidimensionale Form, die sich im Nachhinein noch etwas formen lässt. Die Mundöffnung der Schablone muss dafür kleiner sein als die des fertigen Monsters. So konnten das Innere des Mundes und die Zähne nachträglich mit der Filznadel befestigt werden.

Die dritte Herausforderung ließ sich nicht ohne Hilfsmittel lösen. In die Arme ist ein dünner Draht eingearbeitet, der dafür sorgt, dass sie in Position gebracht werden können.

Die erste Herausforderung hat mich zur Verzweiflung gebracht und ließ sich erst im 2. Anlauf lösen. Zuerst versuchte ich, die Augen als Kugeln aus Filzwolle zu formen. Die nassen Filzkugeln waren zu schwer, und die Augen hielten nicht auf dem grünen Körper. Im zweiten Versuch verwendete ich kleine Styroporkugeln, die – mit nur einer dünnen Wollschicht umhüllt – leichter waren und sich – wenn auch mit viel Geduld – eher mit dem Körper verfilzten.

Inspiriert von Geschenkpapier – Nr. 3

Das dritte Monster der Geschenkpapierserie ist nicht ganz so schwer filzbar. Monster Nr. 1 und 2 dienen als Vorlage:

Inspiriert von Geschenkpapier – Nr. 1

Geschenkpapier, das ich zufällig entdeckte, gab Anlass, die Monsterserie fortzusetzen. Zuerst wagte ich mich an das gelbe Monster, weil es mir in der Umsetzung am einfachsten erschien: Es hat nur vier herausfordernde Anhängsel (2 Beine, 2 Ohren) und 2 Arme.