Minilavendelsäckchen

an Weihnachtsgeschenke denken…

kleine Lavendelsäckchen: tropfenförmige Schablone – feine Merinowolle im Kammzug – 2-lagig dünn auslegen – mit Seidenstoffen (Pongé und Chiffon) verfeinern – zum Beutelchen ausformen – trocknen lassen – mit getrockneten Lavendelblüten füllen & einem Satinband versehen

Hut Nr. 2 – oder warum man eine Schablone immer aufbewahren sollte

Es wird kälter und kälter und windiger und windiger. Gut, dass ich einen Schal filzte. Ihn trage ich regelmäßig.

Nun musste ein Hut her oder besser eine Mütze, denn Hüte sind nicht so mein Ding.

Hüte oder Mützen sind kompliziert zu filzen, weil die Schablone natürlich genau passen und der Schrumpffaktor berechnet werden muss. Das konnte ich mir allerdings ersparen, denn ich hatte bereits bei Elvira einen Hut gezaubert, ähh gefilzt, und hatte die Schablone, inklusive meiner Notizen aufbewahrt.

Leider waren diese Notizen nicht ganz vollständig, und ich konnte mich nicht daran erinnern, ob der Hut aus vier oder zwei Lagen Kammzugwolle bestand.  Nun hatte ich ja in der letzten Zeit das dünne, gleichmäßige, lochfreie Auslegen mit feiner Kammzugwolle geübt und probierte, den neuen Hut mit zwei Lagen Wolle zu fertigen. Die Schablone ist unten 40 cm weit und etwa 45 cm lang. Für eine Seite verwendete ich 8g Wolle pro Lage.

Zur Oberflächengestaltung legte ich verschiedene Fasern, Woll-/Seidemischungen und Bobbeln auf die Oberseite. Die untere Seite krempelte ich um. So wird der Rand gleichzeitig dicker und ordentlich und die innenliegende dunklere Wolle wird sichtbar und bildet einen feinen Kontrast.

Der Hut ist sehr dünn, aber fest und wiegt 32g. An einer Stelle bildete sich beim Filzen ein Loch, das aber glücklicherweise beim Walken wieder verschwand. Er ist meiner Kopfform angepasst und bedeckt gerade die Ohren. Letztlich ist es eher eine Mütze als ein Hut. Er lässt sich problemlos zusammenfalten und in der Handtasche aufbewahren.

Bei der Fühlprobe des ersten und zweiten Hutes fiel auf, dass der erste dicker ist. Also werde ich nun meine Notizen ergänzen, dass dieser vierlagig gefilzt ist.

Was fehlt nun noch? Handschuhe! – Fäustlinge oder Fingerhandschuhe? 😃

Ringkissen

Es gibt immer Dinge beim Filzen, die ich noch nie gemacht habe. Diesmal ist es ein Ringkissen für eine bevorstehende Hochzeit. Schlicht, aber edel und ein bisschen romantisch sollte es sein. Ich wählte schneeweiße Wolle im Kammzug, cremeweiße Seide in der Faser und weiße Seide eines alten Tuchs aus meiner Seidenmalzeit, sowie eine cremefarbene Seiden-Mohair Wollmischung.

Die äußere Herzform des Kissens wiederholt sich als innere Herzform, die mit dem Seidentuch unterlegt ist und ein schönes Muster bildet:

Die beiden Schleifen, an denen die Ringe befestigt werden, sind aus schmalem Satinband und wurden nachträglich angenäht.

Buchhülle

Aus einer Schablone von 47 x 32cm ergibt sich bei feinem zweilagigem Auslegen eine Buchhülle für ein solches Sketchbook der Größe 14 x 21,5cm.

Feine handgefärbte Merinowolle von Sibylle in grasgrün und Seidenreste des Schals sowie die Nunotechnik finden Verwendung.

Ich legte die Wolle gleichmäßig um die gesamte Schablone und schnitt später das Mittelteil auf der Innenseite heraus, sodass sich die Laschen für den Einband ergaben. Das folgende Foto verdeutlicht, wo der Mittelteil heruageschnitten wurde. Diese Filzreste ergeben z.B. hübsche Lesezeichen.

Dass die Ränder nicht 100%ig gerade sind, stört mich nicht, es passt zum Gesamtobjekt.

Die Lichtverhältnisse sind auf dem obigen Foto nicht optimal, aber ich kann Euch versichern, dass die Waage nur 27g anzeigt.

Vom Würfel zum Pflanzgefäß

Erinnert Ihr Euch an den Würfel vom Filzkolleg in Düsseldorf?

Er war noch nicht ganz fertig nach Hause gereist. Noch einmal nass gemacht, walkte ich ordentlich, so dass er schrumpfte und noch stabiler wurde. Die Kanten formte und bügelte ich ebenfalls.

Ich hatte mich entschieden, den Würfel oben aufzuschneiden, um ihn als Utensilo oder Gefäß zu verwenden. Heute kam mir die Idee des Pflanzgefäßes: