Happy Mother’s Day 2017!

Dieses Jahr entschied ich mich für Filziges und Praktisches zum Muttertag: Petersilie & Pfefferminze mit Kräuterschere und Filzherzen als Pflanzenstecker sind meine Alternative zum obligatorischen Blumenstrauß.

Die Herzen als Pflanzenstecker sind mit einer Schablone hergestellt, mit Füllwatte gestopft und mit der Filznadel zugestochen. Ein Schaschlikspieß dient als Stecker.

herzlichen Dank & große Verlosung

Ich habe zu danken: über 90000 Aufrufe und über 14000 Besucher hier auf FilzSi.com geben Anlass für eine große Verlosung. 5 Filzunikate könnt Ihr gewinnen:

1. das Blaue Viech (100% Wolle, Glasaugen, ca. 35 cm groß)

2. einen Untersetzer inspiriert von einem Kunstwerk von Josef Albers (ca. 20 x 20 cm)

3. einen türkisfarbenen, zweiseitig belegten Gitterschal (Chiffon und Merinowolle)

4. einen zweiseitig belegten blauen Pünktchenschal (Chiffon und feine Merinowolle)

5. ein Täschchen in karibischen Farben (ca. 13 x 9 cm, Reißverschluss)

Was müsst Ihr tun?

Kommentiert diesen Blogeintrag und schreibt, welches der 5 Teile Ihr Euch wünscht und warum. Bitte gebt Euren Namen an (Vor- und Nachnamen).

Ihr habt Zeit bis

Sonntag, den 21.05.2017, 18 Uhr.

Die Namen der fünf Gewinner werden hier veröffentlicht. Den Gewinn schicke ich Euch zu. Die Versandkosten innerhalb Deutschlands sind inklusive.

Ich freue mich auf Eure Teilnahme und wünsche viel Glück.

filzige Kleinigkeiten zum Muttertag

Meine Schülerinnen und Schüler der AG und ich filzte heute und vor zwei Wochen gemeinsam. „Wie, gemeinsam? Macht Ihr das nicht immer so?“ Nein, beim letzten Mal und heute filzte ich ebenfalls etwas. Die Kinder sind mittlerweile so fit im Filzen, dass sie kaum noch Hilfestellung brauchen. Mal kommt hier und da eine Frage auf, die sich schnell beantworten lässt. Das war es auch schon.

Das ließ auch mir etwas Zeit, Kleinigkeiten zu filzen. Ein gemeinsames Thema hatten wir alle: ein Filzgeschenk für den diesjährigen Muttertag am 14.05.2017. Schaut mal, was wir schönes gezaubert haben:

  • Die gefüllten Herzen filzte ich in der Schablonentechnik. Eine gleichmäßige Herzschablone entsteht, indem man sie doppelt nimmt und zuschneidet. Dann sind beide Seiten gleich groß. Zum Stopfen schnitt ich ein Loch in das Herz und entnahm die Schablone. Nach dem Füllen lässt es sich mit der Filznadel und etwas Wolle schließen.
  • Für den Schlüsselanhänger filzte Amne (Klasse 5) drei Schnüre in Mamas Lieblingsfarben. Sie sind um den herzförmigen Schlüsselanhänger geflochten und mit einer Filzschnur zugebunden.
  • Für das liegende Herz schaffte Erik (Klasse 5) zunächst einen lückenlosen Untergrund mit verschiedenen Farben (Vlieswolle), machte ihn nass und platt. Darauf legte er ein rotes Herz (Kammzug). Eine wunderschöne Fläche entstand. Am Ende schnitt er das Herz aus.
  • Blumen dürfen an Muttertag natürlich nicht fehlen: Nevras Rose (Klasse 6) war in wochenlanger Arbeit entstanden. Sie filzte viele Rosenblütenblätter einzeln, die sie nun zu einer großen Blüte zusammenklebte. Sie fertigte ein grünes Blatt und einen grünen Stil mit einem Bleistift als Füllung. Diese Rose ist einzigartig. Batul (Klasse 6) filzte eine flächige Blume ebenfalls mit Stil und Blatt. Zuerst legte sie die Einzelteile aneinander und filzte sie nass. Dann musste sie mit der Filznadel die Stellen nacharbeiten, die nicht halten wollten. Diese Blume ist eine schöne Dekoration für eine Karte zum Muttertag.

Papier einfilzen – Teil 2

Für den zweiten Versuch, Papier einzufilzen, verwendete ich das durchlässigere Teefilterpapier und belegte die zweilagig ausgelegte  schneeweiße, feine Merinowollvlies auf der einen Seite mit zwei Kreisen und auf der anderen mit gerissenen Streifen, die übereinander lagen und sozusagen ein abstraktes Muster ergeben. Wieder verwendete ich die bewährte Schablone für das Täschchen. Obwohl ich mit den geschnittenen Kreisen des Kaffeefilterpapiers nicht erfolgreich gewesen war, probierte ich es hier mit dem großporigen Papier.

Gleich beim Anfilzen merkte ich, dass das Teefilterpapier nicht rutschte und sich mit dem Untergrund verband. Das folgende Detailfoto zeigt, wie die Fasern durch das Papier kriechen.

Auf der anderen Seite des Täschchens, wo das Teefilterpapier mehrfach übereinander lag, ergaben sich schnell interessante Strukturen durch Kniffe und Falten, die zufällig entstanden.

Um die Muster nicht zu zerschneiden (dafür hatte ich die Klappe des Täschchens beim Legen des Musters nicht eingeplant), entschloss ich mich, das Täschchen oben aufzuschneiden und einen weißen Reißverschluss einzunähen.

Die beigefarbenen Strukturen stammen vom Teefilterpapier, die helleren von Seidenfasern, die ich über das Filterpapier gelegt hatte. Besonders gut gefallen mir die Strukturen des mehrfach übereinander gelegten Filterpapiers (siehe Detailfoto rechts).

Das Täschchen ist insgesamt, weil es nur zweilagig ausgelegt worden war, sehr flexibel, weich, geschmeidig und leicht (12g). Das Filterpapier fühlt sich wie Stoff an. Sicherlich erfordert dieses Täschchen eine gewisse umsichtige Handhabung, weil es sich um Papier handelt. Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es entschädigt für den ersten Versuch mit Kaffeefilterpapier, der nicht funktioniert hatte, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Maße:

Schablone: 19 x 15cm

Täschchen: 13 x 10cm

Papier einfilzen – Teil 1

Ein paar andere Filzerinnen filzten Papier ein und posteten das wundervolle Ergebnis. Papier? Einfilzen? Löst es sich dann nicht in Wohlgefallen auf? Kann man das Filzteil dann überhaupt benutzen? All das waren Fragen, die ich mir stellte. Und natürlich die wichtigste Frage: Wie geht das?

Die beiden gaben mir folgende drei Tipps:

1. Es geht so wie beim Einfilzen von Stoff.

2. Mit Kaffeepads und Kaffee- und Teefilterpapier sollte ich es versuchen.

3. „Versuch macht kluch!“

Na, dann legte ich los:

Zuerst probierte ich die Kaffeefilter und schnitt Kreise aus, die ich auf die zweilagig ausgelegte Wolle legte. Ein paar Seidenfasern legte ich dazu und filzte alles an. Und filzte, und rieb, und filzte, und rieb. Nix tat sich. Die Kreise wollten sich nicht mit der Wolle verbinden. Das Ganze war noch nicht so weit verfilzt, als dass ich nicht noch Wolle auflegen hätte können (Vielleicht war ich mal wieder zu ungeduldig?). Also tat ich das, v.a. über die Ränder der Kreise. Und filzte weiter und weiter, mit Folie und ohne. Aber die Filterpapierkreise ließen sich so wieder abziehen. Das machte ich und filzte das Täschchen zu Ende… ohne Papier.

Mindestens zwei Dinge hatte ich falsch gemacht.

1. Ich hatte das Kaffeefilterpapier nicht VOR dem Filzen gegen das Licht gehalten, dann hätte ich gesehen, dass es kaum durchlässig ist bzw. die Löcher winzig klein sind. Das Teefilterpapier ist viel durchlässiger.

2. Ich hätte die Ränder nicht schneiden, sondern reißen sollen, damit sich das Papier besser mit der Wolle verbinden kann und kein abrupter Übergang entsteht. Das ist beim Nunofilzen immer schwieriger zu meistern.

Ich hätte es wissen müssen… Aber, was soll’s? So gibt es wieder einen Blogpost und ein Täschchen mehr. Seid gespannt auf den zweiten Teil des Experiments mit Teefilterpapier!