Veröffentlichungen

Uih, fast zwei Monate sind seit der letzten Veröffentlichung vergangen. Und es ist filzisch so viel passiert, dass ich Euch in den nächsten Blogposts unbedingt davon erzählen möchte.

Das Thema dieses Blogposts ist „Veröffentlichungen“. Ich bin sehr stolz darauf, sowohl in den letzten Ausgaben der deutschsprachigen Filzfun als auch in der englischsprachigen FeltMatters mit jeweils einem Artikel vertreten zu sein.

 

Bericht zur Ausstellung „Verdichtung“ in der Filzfun

Für die Ausgabe der Filzfun schilderte ich meine Eindrücke der Ausstellung „Verdichtung“ in Gladbeck, über die ich hier schon berichtete. Die Vorgabe war, eine Seite zu füllen und ich war sehr erfreut, als ich das sehr gelungene Gesamtlayout sah. Die Seite macht einen sehr stimmigen Eindruck und wird der hochkarätigen Ausstellung und ihrem Anliegen sehr gerecht, finde ich.

 

Bericht zur Ausstellung „Felt for Tomorrow“ in FeltMatters

Im Rahmen einer Kurzreise nach Helsinki gelang es mir noch vor der Vernissage einen Einblick in die Ausstellung „Felt for Tomorrow“ zu erhalten und dabei die Filzerin und Organisatorin Sirpa Mäntylä zu treffen. Über unsere deutsch-finnische Filzerbegegnung berichtete ich bereits hier auf dem Blog in deutscher und englischer Sprache. In der aktuellen Ausgabe der FeltMatters, der Zeitschrift der International Feltmakers Association (IFA).

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich für das Verfassen dieser Artikel kein Geld bekomme und auch sonst keine materiellen Vorteile. Beide Redaktionen kamen auf mich zu und fragten die Artikel an. Es ist mir eine Ehre und es macht mir Freude, meine Erfahrungen zu teilen und somit anderen die Möglichkeit zu geben, zumindest auf diese Weise an Ausstellungen teilzuhaben, die sie selbst nicht besuchen können. Mein Dank gilt an dieser Stelle den Redaktionen der Filzfun und FeltMatters, dass sie mir das ermöglichen. Besonders stolz bin ich auf den englischsprachigen Artikel. Ihn ihm vereint sind drei meiner Passionen, die ich seit sehr langer Zeit verfolge: das Filzen, das Reisen und die englische Sprache.

FilzSi mal zwei

Was für eine Überraschung war das heute im Briefkasten! In der aktuellen Ausgabe der Filzfun, sind gleich zwei FilzSis vertreten!

 

Zum einen ist es der Wandbehang, der beim Workshop mit Annemie Koenen bei Heike Giesbert entstand.

Zum anderen ist es Rico, den ich im Rahmen des Himmelsguckerprojektes filzte.

Erinnert Ihr Euch? Mich freut es sehr!

 

Meine Anleitung im Sonderheft der „filzfun“

2016.11 Anleitung Fischlischal

Den Schal kennt Ihr schon. Jetzt gibt es eine ausführliche Anleitung im neuen Sonderheft DER deutschsprachigen Filzzeitschrift „filzfun“. Der Beitrag hat ein wunderschönes Layout. Danke, liebe Redaktion der Filzfun.

Das Heft ist sehr zu empfehlen, weil es ganz verschiedene Anleitungen beinhaltet, was Endprodukt, Schwierigkeitsgrad und Aufwand angeht. Es juckt geradezu in den Fingern, die Gliederkette, Lampe Winterwald, Filzfisch Fritz-Anton oder die Münzbörse zu filzen.

„Soul of Felt“ – 1. Filzkunst-Ausstellung aus dem russischen Sprachraum in Europa

Dass die russischsprachige Filzwelt sehr aktiv ist und hochwertige Filzkunst herstellt, konnte ich anhand der spannenden Beiträge und außergewöhnlichen Filzobjekte hin und wieder in der Filzzeitschrift filzfun erahnen. Aber das war nichts gegen die Eindrücke, die ich heute gewann… WOW!

Ich war in Siegburg und besuchte die Ausstellung „Soul of Felt„, die erste Filzkunst-Ausstellung aus dem russischen Sprachraum in Europa. Ich bin beeindruckt und fast erschlagen vom vielen Input, den ich in nur 4 Stunden bekam.

2016.09.01 Soul of Felt Es war kein gewöhnlicher Ausstellungsbesuch, sondern eine Live-Demonstration von sechs Künstlerinnen, die in der Ausstellungshalle jeweils ein Filzstück,  i h r  Filzstück, erstellten. Dabei konnte man ihnen zusehen, Fragen stellen, Expertenwissen tauschen, ins Gespräch kommen, die Filzstücke anfassen usw.. Nicht alle Filzkünstlerinnen beherrschten die englische Sprache, aber das machte nichts, denn man konnte sehen, was sie machten, und es waren genug Gäste da, die der deutschen und russischen Sprache mächtig waren und übersetzten.

2016.09.02 Soul of FeltAm besten gefiel mir die Arbeit von Yaroslava Troynich, die Tiere als Handpuppen herstellt, z.B. Eisbären, Braunbären, Füchse, Wildpferde, Störche. Sie zeigte, wie sie ihren Eisbär herstellt. Faszinierend war für mich die Fingerfertigkeit, Genauigkeit und Gleichmäßigkeit, mit der sie vorging. Man merkte deutlich, wie geübt sie ist. Sie arbeitet mit Kammzug, das finde ich schwierig, bei ihr sah es so leicht aus! Und es war auch deutlich, wie gründlich sie arbeitet und dass das Filzteil nur ordentlich und gleichmäßig wird, wenn man sich genug Zeit nimmt.
Schön war es auch, Renata Kraus wieder zu erleben. Bei ihr hatte ich vor Jahren einen Workshop in der Wollfabrik Mönchengladbach belegt. Sie malt mit Wolle und stellt phantastische Blumenbilder her, allerdings legt sie die Wolle nass aus, anders als Sandra Struck-Germann.
Die Arbeiten von Elena Ustinova waren ebenfalls toll. Sie stellt Kleidung aus einer speziellen Seide her und arbeitete heute eine Tunika in Mosaiktechnik mit rautenförmigen Vorfilzstücken. Sie war als erste fertig, Wahnsinn, wie schnell das ging… Da steckt viel Übung und Routine hinter.
Besonders belagert waren Marina Klimschuk und ihre Schuhe. Als es ans Walken der beiden Schuhteile ging, war Kraft gefragt. Marina geizte nicht mit der Weitergabe ihres Knowhow und gab alle möglichen Tipps und Tricks, damit beide Schuhe gleich und fest werden.

Und dann war es natürlich toll, einige der „großen“ deutschsprachigen Filzdamen zu sehen: Ricarda Aßmann, Heidi Greb, Andrea Noeske-Porada. Jedenfalls sind das diejenigen, die ich auf Anhieb erkannt habe 😉

2016.09 Soul of Felt 5

So ging man von Filzerin zu Filzerin durch die große Halle, die etwas versteckt und verwunschen von der Straße weg liegt.

2016.09 Soul of Felt 3

Zwischen den „Filzstationen“ hingen unzählige Ausstellungsstücke. Viele davon waren geradezu sensationell. Noch nie hatte ich eine Hose aus Filz gesehen oder so tolle und extravagante Kleider. Bei manchen Teilen sah man erst auf den zweiten Blick, dass sie gefilzt waren. Diese Kunststücke sind weitab von dem, was der Laie unter Filz versteht. Unzählige Stunden an Arbeit und jahrelange Expertise stecken dahinter.

2016.09 Soul og Felt 4

Dieser Sonntagsausflug war in vielerlei Hinsicht eine große Bereicherung.

Die Ausstellung kann noch bis zum 2. Oktober in Siegburg im JungenForumKunst Siegburg e.V. Zu sehen.

Mosaiktechnik

Im Sonderheft 2013 der Filzfun ist die Mosaiktechnik vorgestellt, die ich ausprobiert habe:

1. Als Untergrund habe ich zwei Schichten schwarzen Kammzug ausgelegt. Darauf kommen die Trennstreifen aus Moosgummi. Die Felder werden dann mit farbiger Vlieswolle sorgfältig gefüllt.

2. Alles wird vorsichtig angefilzt. Ist die Vorderseite fest genug, kann entlang der Trennlinien aufgeschnitten werden. Die Moosgummistreifen werden entfernt (können noch einmal verwendet werden).

3. Das ganze Filzstück wird gewalkt.