Perlmutt

Wer diesem Blog regelmäßig folgt, weiß, dass ich mich in letzter Zeit mit sehr feiner Wolle und dem dünnen, gleichmäßigen Auslegen der Wolle beschäftigte.

Letztens bestellte ich eine kleine Menge sehr feine Wolle (16 Mic) in der Farbe „Perlmutt“. Schaut mal, ist sie nicht zauberhaft?

Daraus zauberte ich drei Lavendelsäckchen. Die erfüllen momentan drei Zwecke:

  • Sie sind ohne viel Aufwand recht schnell hergestellt. Für größere Projekte fehlt im Moment die Zeit, Lust und Energie.
  • Sie eignen sich perfekt für Weihnachtsgeschenke.
  • Sie müssen, um den Lavendelduft durchzulassen, sehr dünn gefilzt werden… ohne Loch.

Das dünn gefilzte könnt Ihr an obigem Foto erkennen, denke ich. Die Wolle ist  bei diesem Foto bereits angefilzt, die Schablone ist entnommen, und das Filzteil wird nun vorsichtig immer wieder hochgenommen auf der Oberfläche abgelegt. So gewinnt es schnell an Stabilität und eventuelle dünne Stellen verschwinden.

Ich hatte weiße Seidenfasern auf die perlmuttfarbene Kammzugwolle aufgelegt. So sehen die Lavendelsäckchen aus. Sie müssen nun trocknen, werden dann mit getrockneten Lavendelblüten befüllt und mit einem Satinband verschlossen. Ich finde, die Wolle macht ihrem Namen alle Ehre.

So langsam neigt sich die Weihnachtsproduktion dem Ende zu.

Ergebnisse: Filznachmittag mit meiner Mutti – rot und blau

Na, seid Ihr schon neugierig, was wir gefilzt haben?

Hier kommen die Ergebnisse: Zuerst ging es an die Kardiermaschine. Ich gab die aufgefächerten Kammzüge an (Merinowolle und Seidenfasern) und Mutti bediente die Kardiermaschine. jedes Batt haben wir zweimal kardiert, damit sich die Farben besser mischen. Rot- und Blautöne wählten wir aus.

Diese Batts sind entstanden:

Mutti wählte die roten, ich die blauen Batts und dann legten wir los. Dadurch, dass wir zwei Tische zur Verfügung hatten, konnten wir parallel arbeiten. Hin und wieder schielte ich mit einem Auge auf Muttis Platz. Das war jedoch nicht oft nötig, denn sie filzt ja nicht zum ersten Mal. Das Nunofilzen hatte sie allerdings noch nie vorher gemacht.

Anhand dieses Fotos erahnt Ihr, von wem ich meine Fingerfertigkeit und kreative Ader geerbt habe 🙂Aus den roten Batts wurden zwei Lavendelsäckchen:

Aus den blauen filzte ich eine Fläche, die ich für meine Weihnachtskarten benötige. Diese Produktion ist noch nicht abgeschlossen:

Fazit: Mutti und ich werden öfter miteinander filzen. Es ist so bereichernd!