Gotland-Lamm-Locken-Tasche

Das Experimentieren mit Rohwolle macht großen Spaß. Christa Bongards hatte vorsortierte Locken vom Lamm des Gotländischen Pelzschafes vom letzten Herbst, die mir sehr gefielen, weil sie eine mittlere Länge von 10-12 cm hatten und hellbraun-grau waren. Ich stellte mir sofort vor, daraus eine Tasche zu filzen mit einer lockigen Klappe.

Als Musterstück oder Prototyp nahm ich die bewährte kleine Taschenschablone und umfilzte sie mit grau melierter Merinowolle. Auf die Vorderseite legte ich unten eine Reihe Locken und bedeckte die oberen 3-4 cm mit der grauen Merinowolle. Diese filzte ich an. Darüber legte ich wieder Locken und eine dünne Lage Merinowolle und filzte sie an. Bis zum oberen Rand war noch genug Platz für eine dritte Reihe Locken. Bedeckt mit Merinowolle filzte ich diese im oberen Teil ebenfalls an. Leider war ich so im Element, dass ich es versäumte Fotos zu machen.

Das Anfilzen klappte außerordentlich gut und die Locken zeigten, nachdem die wenige Erde herausgewaschen war, ihre wahre grau-braune, glänzende Pracht. Und wunderbar weich und flauschig sind sie auch noch.

Die Kette hatte ich mir vor langer Zeit als Taschengurt gekauft. Wie das manchmal so ist mit Reste- und Kramkisten… Oft denkt man, sie stehen nur rum und müssten weg, aber dann kommt doch der richtige Augenblick. Jetzt konnte ich diese Kette gut gebrauchen, denn sie passt perfekt zu diesem kleinen Minitäschchen, wie ich finde. Für den Verschluss muss noch eine Lösung her: entweder ein eingenähter Reißverschluss oder ein Magnetverschluss.

Free tutorial: Anleitung für Täschchen

Tadaa, hier ist sie: die Anleitung, nach der ich meine Täschchen Serie filzte.

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Ihr braucht eine Schablone. Ich nehme dicke Trittschallfolie, es kann auch Noppenfolie sein. Sie wird in ein Rechteck mit den Maßen 20 x 15 cm oder etwas kleiner geschnitten. Oben hat sie Ecken, unten sind die Ecken rund geschnitten.

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Als Wolle wähle ich die Reste der wunderschönen Blue Faced Leceister von Wollrheinheit. Es eignet sich sowohl Kammzug als auch Vlieswolle. Da es sich um eine kleine Tasche handelt, würde ich Kammzug bevorzugen. Er lässt sich kontrollierter und feiner auslegen.

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Für dieses Täschchen lege ich vier Lagen Wolle. Wenn Ihr geübt seid im gleichmäßigen Auslegen der Wolle, reichen auch zwei Lagen.

Hier ist die erste Lage gut zu sehen. Sie liegt zwischen 1-2 cm über der Schablone. Die nächste Lage legt Ihr im 90°-Winkel zur ersten. Also hier sozusagen senkrecht. Es ist gut zu sehen, weil dieser Kammzug einen markanten Farbverlauf hat.

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Als nächstes feuchtet Ihr die ausgelegte Wolle mit einer Ballbrause an und raspelt Olivenseife mit der Käsereibe darauf. Die nasse Wolle wird mit beiden Händen heruntergedrückt und glatt gestrichen. Eventuell nehmt Ihr eine Gardine oder ein Fliegengitter zur Hilfe. Dann klebt die Wolle nicht an den Händen. Die Ränder der Schablone werden sichtbar.

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Nun wird das Täschchen vorsichtig gewendet. Die überstehende Wolle macht Ihr nass und seifig. Sie wird eng an der Schablone entlang umgeklappt. An den Ecken müsst Ihr schauen, dass die Wolle so verteilt wird, dass sich keine Falten bilden. Eventuell nehmt Ihr überschüssige Wolle weg. Aber seid vorsichtig und zieht nicht daran. Dann liegen die Wollfasern nicht mehr gleichmäßig, und es könnten dünne Stellen entstehen.

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Auf die nicht belegte Fläche legt Ihr wiederum zwei Lagen Wolle in verschiedene Richtungen. Sie wird in der Größe der Schablone ausgelegt. Bei mir stehen die Ränder wieder etwas über, das muss nicht sein.

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Ihr müsst das Täschchen wenden, um die überstehende Wolle umzulegen. Hier wird die umgelegte violette Wolle von der Unterseite sichtbar und liegt auf der grün-gelben. Danach ist die Schablone komplett und gleichmäßig mit Wolle belegt. Die Wolle wird mit feuchten seifigen Händen leicht angefilzt.

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Auf jede Seite werden nochmals zwei dünne Schichten Wolle gelegt. Achtet darauf, dass die Wolle beim Umlegen auf die andere Seite wieder eng an der Schablone anliegt. Um das zu prüfen kann man mit den Händen an den Rändern vorsichtig entlangfahren. Die dicke Trittschallfolie hilft dabei. So vermeidet Ihr unschöne Falten an den Seiten oder am Boden der Tasche.

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Ich entschloss mich, Wensleydalelocken von Wollscylla in grau-violett als Dekoration aufzulegen. Die Locken machen die Oberfläche interessanter. Hier seht Ihr die mit Locken belegte Vorderseite. Einige Locken stehen über und werden nach hinten umgeklappt, so entsteht eine gleichmäßige Belegung und der Rand wird mit berücksichtigt. Die Rückseite wird nach dem Wenden ebenfalls mit Locken belegt.

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Zum Anfilzen der Locken packe ich das Täschchen in Fliegengitter ein. Es dauert ein wenig, bis die Locken angefilzt sind. Gleichzeitig wird auch die ausgelegte Wolle angefilzt und das Täschchen fester. Bei Blue Faced Leicester geht der Filzprozess schneller, da es sich um eine gröbere Wolle handelt.

Wenn Ihr möchtet, dass es schneller geht, legt Ihr auf die Locken einen Hauch Kammzug. So verbinden sich Locken und Wolle besser. Allerdings stechen dann die glänzenden Locken später nicht so markant aus der Oberfläche heraus, weil sie mit Wolle bedeckt sind.

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So sieht das Täschchen mit den angefilzten Locken aus. Auch die Wolle ist nun schon angefilzt, denn die Faserrichtung ist weniger sichtbar. Außerdem fängt die Wolle an, sich über der Schablone zu spannen, weil sie bereits schrumpft.

Die Ränder werden ebenfalls mit den Händen gerieben, das gilt auch für die Ecken. Neben dem Reiben könnt ihr das Täschchen Rollen. Fangt mit einer Seite an und rollt das Täschchen in alle 8 Richtungen: vier Seiten auf der Vorderseite, vier Seiten auf der Rückseite.

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Jetzt schneidet Ihr das Täschchen auf. Sucht Euch die schönste Seite aus, das wird die Vorderseite und schneidet die Wolle mit einer spitzen Schere an einer Seite auf. Achtet darauf gerade zu schneiden. Die Stickschere kann den Anfang machen, danach nehmt Ihr eine größere Schere. Die Schablone entnehmt Ihr und könnt sie wieder verwenden.

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Hier seht Ihr den aufgeklappten Deckel und das Innere der Tasche. Die Länge des Deckels verdoppelt sich um die aufgeschnittene Länge. Im Bedarfsfall kann diese Länge gekürzt werden. Bei meinen Täschchen passte es immer.

Nun gilt es die Ränder zu prüfen. Es sind keine Wülste entstanden, wie Ihr sehen könnt, und durch das Umlegen der Wolle sind keine Farbunterschiede entstanden. Auch die Locken liegen am Rand und nicht nur aufVorder- und Rückseite.

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Es kann mit dem Walken weitergehen. Das bedeutet, dass das Täschchen fester und kleiner wird und seine endgültige Form bekommt. Dafür wird es gerollt und geknetet. Ein gutes Zeichen ist, wenn sich die Wolle krüsselt oder in Falten legt.

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Zwischendurch empfiehlt es sich, das Täschchen in heißes Wasser und seifig zu halten, das beschleunigt den Filzprozess. An manchen Stellen ziehe ich das Täschchen, damit es eine gleichmäßige Form erhält.

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Ich drehe die Tasche, sodass die spätere Außenseite innen ist. Auch von der Innenseite müsst Ihr kneten und rollen. All das gehört zum Walken.

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Es ist schwierig, diesen Walkprozess genau zu erklären, weil Vieles intuitiv abläuft. Ich denke nicht darüber nach, sondern tue alles, damit die Tasche klein und fest wird. Manchmal schlage ich sie auch mit Kraft auf den Tisch oder den Boden (Handtuch drunterlegen). Eine bestimmte Reihenfolge halte ich nicht ein.

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Die Tasche ist schon ordentlich geschrumpft. An einigen Stellen ist der geschnittene Rand nicht glatt. Hier nehmt Ihr Euch eine Pinzette und zieht den Rand auf eine Höhe. Das mache ich beim Walken und hinterher, bevor die Tasche trocknet. Dann trocknet der Rand und wird einheitlich glatt.

Hier seht Ihr gut, dass die Innenseite eine andere Farbe hat als die Außenseite. Das hat sich durch den Farbverlauf des Kammzugs zufällig so ergeben. Ihr könnt dies natürlich auch bewusst beeinflussen.

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Ihr seht, wieviel die Tasche geschrumpft ist, wenn Ihr sie auf die Schablone legt. Die Täschchen meiner Serie sind nicht gleich groß. Ich verwendete verschiedene Wollsorten, die unterschiedlich schrumpfen und legte mal mehr, mal weniger Lagen.

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Wenn das Täschchen fest genug ist, geht es an den Verschluss. Er besteht aus einer dünnen Schnur und einer Kugel, die jeweils an das Täschchen genäht werden.

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Die Dicke der Schnur könnt Ihr ermitteln, indem Ihr einen ca. 12 cm langen Strang von einem Kammzug abzupft und trocken zwischen den Fingern dreht. So wird die spätere Dicke sein. Die Dicke eines ganzen Kammzugs ist viel zu viel, ein Drittel oder Viertel reicht aus. Die Schnur wird mit Wasser und Seife auf der Matte gedreht und im Handtuch getrocknet.

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Die Kugel filzte ich diesmal ebenfalls aus Kammzug. Mit Vlieswolle geht es besser und schneller. Sie hat ca. 1,5 cm Durchmesser.

Möchtet Ihr, dass der Verschluss die gleiche Farbe hat, wie das Täschchen, dürft Ihr nicht vergessen, dafür beim Auslegen ein wenig Wolle zurückzuhalten. Ich entschied mich bei meinen Täschchen meist für eine etwas andere Farbgebung. So gibt es einen leichten Kontrast.

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Das Täschchen ist inzwischen ausgewaschen und hat einige Minuten im Essigbad zur Neutralisierung verbracht. Danach schleuderte ich es kurz in der Wäscheschleuder, sodass es nur noch leicht feucht ist.

Achtet darauf, dass Ihr die Kugel mittig annäht. Mir ist das bei diesem Täschchen offenbar nicht so gut gelungen 😉

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Die Schnurenden schneide ich erst nach dem Annähen ab.

Näht man Kugel und Schnur an, wenn die Tasche noch feucht ist, kann sie in geschlossenem Zustand trocknen. Ohne Verschluss klafft das Täschchen auf, und Ihr könnt einen schweren Gegenstand (z.B. die eben noch verwendete Pinzette auf den Deckel legen, damit dieser unten bleibt.

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Das fertige Täschchen hat eine sehr schöne melierte Farbe zwischen blau-grau-violett. An einigen Stellen kommt etwas grün hervor. Die Locken glänzen und geben der Oberfläche eine schöne, interessante Struktur.

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Gefäße – eine Serie mit Locken und Beulen

Auf vielfachen Wunsch erhaltet Ihr hier die Anleitung für die mittlerweile drei Gefäße. Beim Filzen dieser war ich leider so emsig bei der Sache, dass ich vergaß Fotos zu machen… Also versuche ich, den Arbeitsprozess mit Fotos und Beschreibung im Nachhinein deutlich zu machen.

2017.01 Gefäße 1Für alle drei Gefäße verwendete ich eine Schablone aus dickerer Trittschallfolie. Durch diese Dicke gelingen die Ränder der Gefäße problemlos.

Die Schablone für das linke Gefäß liegt auf dem Foto auf einem Din A4 Blatt (so habt Ihr eine Größenorientierung).

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Das Gefäß umlegte ich in der bewährten Schablonentechnik mit zwei Lagen kardierter, ungefärbter Wolle. Leider kann ich nicht sagen, um welche Wolle es sich handelt. Ich hatte sie erst kürzlich von einer anderen Filzerin erworben, die sich auch nicht mehr erinnern konnte. Ausschlaggebend war die Farbwahl, weil diese Wolle gut zu den Locken passt.

Wie auf dem Foto zu sehen, legte ich die Gotlandlocken auf den oberen Rand der Schablone: die Schnittseite auf die Schablone, die Spitzen lagen oben. Auf diese Locken legte ich auf die obere Seite der Schablone eine dünnere Lage Wolle, damit sich die Locken mit ihr verbinden konnten.

Dann filzte ich alles, erst langsam und behutsam, dann mit mehr Druck an. War die Wolle fest verfilzt und wölbte sich die Schablone, nahm ich sie heraus und knüddelte und knetete das Gefäß, sodass es sich noch mehr festigte und schrumpfte. Im feuchten Zustand lässt es sich so formen, dass es symmetrisch ist. Zum Trocknen stellte ich ein hohes Saftglas hinein, dann wird der Boden glatt, und das Gefäß steht auch, wenn es trocken ist.

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Bei den runden Gefäßen handelt es sich um eine runde Schablone. Sie misst ca. 13 cm im Durchmesser.

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Auch hier umfilzte ich die Form mit zwei Lagen Wolle und legte bei dem rechten runden Gefäß die Locken an den Rand der Schablone. Darauf kam eine weitere dünne Lage, sodass die Locken im Sandwich liegen.

Der kleine Kreis auf der Schablone zeigt die Größe des Loches, dass ich schnitt, um die Schablone herauszunehmen. Ich würde es vielleicht sogar noch kleiner schneiden, weil es sich automatisch beim Herausnehmen und Walken weitet. Vergößern kann man es immer noch, Verkleinern aber nicht.

Nach dem Walken formte ich das Gefäß so rund wie möglich, legte einen Luftballon hinein, den ich im Gefäß aufblies. So trocknete das Gefäß und erhielt eine runde Form. Die Standfläche unten ergab sich nach dem Trocknen von selbst.

2017.01 Gefäße 4 Das runde Lockengefäß sieht dann so aus:

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Die Schablone für das runde Gefäß mit den Beulen umlegte ich ebenfalls mit zwei Schichten Wolle. Dann formte ich aus der gleichen Wolle fünf Filzkugeln.

2017.01 Gefäße 8Diese positionierte ich in gleichmäßigem Abstand auf dem Rand der Schablone (s. Foto oben). Darauf legte ich wiederum Wolle, diesmal ganz nah an die Kugeln und filzte die Kugeln auf diese Weise fest. Die Kugeln selbst dürfen nicht zu sehr gefilzt sein, damit sie sich mit der Wolle verbinden.

Der Luftballon sorgt auch hier für die Formgebung beim Trocknen.

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natural wool – Lockenverarbeitung

Letztens erhielt ich eine größere Wollieferung mit unterschiedlichen Qualitäten und Farben von einer Filzerin, die ihr Hobby leider aufgeben muss. Dabei waren zwei Handvoll ungefärbte, recht grobe, kardierte Wolle im Kammzug. Leider weiß ich nicht, welche Art es ist. Aber die Wolle hat die gleiche Farbe wie die Locken vom Gotlandschaf, die ich wie einen Schatz aufbewahre. Ich kardierte die Wolle noch einmal und bekam ein gleichmäßiges, fluffiges Ergebnis. So kam mir eine Idee…

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Die Verarbeitung von Rohwolle erlernte ich schon bei Heidi Greb (Weste). Sie zeigte uns, wie Locken eingefilzt werden. Im letzten Jahr vertiefte ich dieses Wissen beim Revierfilzertreffen (Schaf und Sitzfellchen). Dort bewunderte ich eine Schale aus naturbelassener Wolle mit Locken, die den Rand der Schale zierten.

Hier Detailfotos der Weste und des Sitzfellchens:

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Die Locken selbst filzen nicht, sondern die Schnittfläche muss immer Kontakt zu Wolle haben und eingefilzt werden. Das versuchte ich nun bei der Herstellung eines Gefäßes.

Zunächst legte ich die kardierte Wolle um die Schablone, legte dann die Schnittkante der Locken auf den oberen Rand und bedeckte diese nochmals mit Wolle. Die Locken sind anfangs viel dunkler, werden aber beim Filzen sauber und bekommen diese wollweiße Farbe.

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Einzelne dunkelgraue Haare kommen zum Vorschein, die man mit einer Stecknadel herausziehen kann. Ich finde sie aber nicht störend.

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Filzträume für 2016

Erst wollte ich Euch ein Schwein zu Silvester filzen. Aber irgendwie sprang der Funke nicht über, als ich das Internet nach Anregungen durchforstete. Dann dachte ich über meine Filzträume für 2016 nach:

  • Lernen wie man Fotos auf Filz transferiert,
  • einen Kurs oder Workshop besuchen,
  • einige meiner Filzdinge ausstellen.

Bei einer solchen Ausstellung dürften die Monster und Tiere nicht fehlen. Da kam mir der Gedanke für das letzte Filzteil dieses Jahres… Bevor ich es Euch präsentiere, möchte ich etwas loswerden:

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Euch alles erdenklich Gute für 2016 und die Erfüllung vieler Eurer Träume. 

Ich bedanke mich für die lieben Kommentare, doppelt so viele Klicks wie im letzten Jahr mit mehr als doppelt so vielen Besuchern. Das macht mich stolz und spornt an.

Eure Silke von filzSi

2015.12 Monster Nr. 9

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Für alle, die es interessiert: Die Anleitung für Monster Nr. 9

Als neue Herausforderung sollte das Monster möglichst zottelig sein. Das ist bei meiner Vorgehensweise unüblich, weil ich glatte Oberflächen bevorzuge. Mithilfe von Locken (die selbst nicht filzen, es muss immer Merinowolle als „Klebstoff“ verwendet werden) versuchte ich es.

2015.12 Monster Nr. 8 Anleitung

Den Körper umfilzte ich in herkömmlicher Schablonenmethode. Die Augen sind aus Styroporkugeln, die Stiele aus Chenilledraht, den ich umfilzte. Die Pupille ist nadelgefilzt (nach dem Trocknen). Die Drahtenden steckte ich in die Schablone, legte dann die lilafarbenen Locken auf, in zwei Lagen, jeweils mit einer dünnen Schicht Merinowolle belegt. Nachdem alles angefilzt war, schnitt ich die Ärmchen aus Trittschallfolie und umfilzte sie mit orangefarbener Merinowolle. Die Enden blieben trocken, so ließen sie sich an den Körper filzen. Die untere Seite der Schablone ziert eine weiterer Lockenrand, sozusagen als Beinersatz. Den aufgeschnittenen Körper filzte ich fest und stopfte ihn mit herkömmlicher Stopfwolle. Das war nach 2 Stunden erledigt. Über Nacht trocknete das Monster, heute morgen ging’s zum Fotoshooting.