Filz im Abendlicht

Ein zunächst verunglückt geglaubtes Filzteil, das ich im Rahmen der Dünnfilzaktion „Ineinander“ produzierte, hat doch seinen Reiz.

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Die Herstellungsweise ist gleich: ein leicht aufgeblasener Luftballon liegt zugrunde, der umfilzt wird. So ist als „Prototyp“ ein Halbkreis entstanden… eigentlich sollte es eine fast geschlossene Kugel werden. Eine kleine Stickschere brachte die Lösung, und ich schnitt meine Lieblingsform, die Kreise, aus. Eine Geduldsarbeit, die viel Ruhe erfordert und Ablenkung bringt.

Heute schien das Abendlicht so vorteilhaft, dass ich schnell die Kamera zückte… Licht & Schatten – meine Themen

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Ineinander

Neue Experimente mit dünnem Filz ergaben diese beiden ineinander liegende Gefäße:

Die Grundlage bildet jeweils ein aufgeblasener Luftballon. Dieser wird angefeuchtet und eingeseift. Dadurch hält die erste Wollschicht besser. Ich entschied mich für hautfarbene Vlieswolle. Die Herausforderung besteht darin, den Luftballon gleichmäßig mit dünnen Wolllagen zu belegen, ohne das dünne Stellen entstehen.

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Auf dem dritten Foto unten links seht Ihr den ersten Prototyp. Ich hatte den Luftballon nicht weit genug mit Wolle umgeben. Sie zog sich beim Schrumpfen noch weiter zusammen und bildet jetzt eine Halbkugel. Vorgestellt hatte ich mir allerdings ein Gebilde mit viel kleinerer Öffnung.

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Passt hier das Motto „Wer nichts tut, kann auch keine Fehler machen.“? Ich fand es mal im Glückskeks beim Vietnamesen…

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Erst nach dem Trocknen wird der Luftballon zerstochen und die trockene Hülle bekommt an einer Stelle ein kleines Loch. Vorsichtig ineinander gesteckt ergeben sich interessante Formen:

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