Inspiriert von Geschenkpapier – Nr. 4

Das vierte und letzte Monster der Geschenkpapierserie hält gleich drei Herausforderungen bereit:

1. Wie befestigt man die kugelrunden Augen am Körper (ohne sie anzunähen oder andere Hilfsmittel zu verwenden)?

2. Wie muss die Schablone des Körpers aussehen, damit das Monster dreidimensional mit offenem Mund und Zähnen darzustellen ist?

3. Wie lassen sich die Arme ohne Hilfsmittel formen, damit sie nach oben gerichtet sind?

Die zweite Herausforderung ließ sich relativ leicht lösen. Dadurch, dass das Monster mit der Schablonentechnik gestaltet und ausgestopft wird, erhält es automatisch eine dreidimensionale Form, die sich im Nachhinein noch etwas formen lässt. Die Mundöffnung der Schablone muss dafür kleiner sein als die des fertigen Monsters. So konnten das Innere des Mundes und die Zähne nachträglich mit der Filznadel befestigt werden.

Die dritte Herausforderung ließ sich nicht ohne Hilfsmittel lösen. In die Arme ist ein dünner Draht eingearbeitet, der dafür sorgt, dass sie in Position gebracht werden können.

Die erste Herausforderung hat mich zur Verzweiflung gebracht und ließ sich erst im 2. Anlauf lösen. Zuerst versuchte ich, die Augen als Kugeln aus Filzwolle zu formen. Die nassen Filzkugeln waren zu schwer, und die Augen hielten nicht auf dem grünen Körper. Im zweiten Versuch verwendete ich kleine Styroporkugeln, die – mit nur einer dünnen Wollschicht umhüllt – leichter waren und sich – wenn auch mit viel Geduld – eher mit dem Körper verfilzten.

Inspiriert von Geschenkpapier – Nr. 3

Das dritte Monster der Geschenkpapierserie ist nicht ganz so schwer filzbar. Monster Nr. 1 und 2 dienen als Vorlage:

Inspiriert von Geschenkpapier – Nr. 2

Als zweites kam das rote Monster an die Reihe. Der Schwierigkeitsgrad ist im Vergleich zur gelben Nr. 1 ungleich höher, weil es zum einen mehr Anhängsel gibt (1 Auge, 5 Beine, 2 Arme) und zum anderen das Stelzenauge auf dem Körper ohne Hilfsmittel, wie Draht oder einem Holzstab, halten soll.

Inspiriert von Geschenkpapier – Nr. 1

Geschenkpapier, das ich zufällig entdeckte, gab Anlass, die Monsterserie fortzusetzen. Zuerst wagte ich mich an das gelbe Monster, weil es mir in der Umsetzung am einfachsten erschien: Es hat nur vier herausfordernde Anhängsel (2 Beine, 2 Ohren) und 2 Arme.

 

Girardethaus-Monster

Seitdem das erste gefilzte Monster das Licht der Welt erblickte, geht mir das Thema nicht mehr aus dem Kopf. Inzwischen nehme ich Graffiti war, die ich vorher im Stadtbild noch nie bemerkt hatte, und scanne sie nach filzfähigen Monstern. An der Rückseite des Girardethauses in Essen-Rüttenscheid bin ich fündig geworden. Der Graffitikünstler Ingo Ahlborn hat freundlicherweise nichts dagegen, wenn ich Fotos verwende und seine Monster filze.

Das Anfilzen der Füße und Hände war eine echte Herausforderung. Außerdem dauerte die Planungsphase lange, bis ich mir im Klaren war, wie ich die gewellte Körperform nachfilzen könnte.