Hut Nr. 2 – oder warum man eine Schablone immer aufbewahren sollte

Es wird kälter und kälter und windiger und windiger. Gut, dass ich einen Schal filzte. Ihn trage ich regelmäßig.

Nun musste ein Hut her oder besser eine Mütze, denn Hüte sind nicht so mein Ding.

Hüte oder Mützen sind kompliziert zu filzen, weil die Schablone natürlich genau passen und der Schrumpffaktor berechnet werden muss. Das konnte ich mir allerdings ersparen, denn ich hatte bereits bei Elvira einen Hut gezaubert, ähh gefilzt, und hatte die Schablone, inklusive meiner Notizen aufbewahrt.

Leider waren diese Notizen nicht ganz vollständig, und ich konnte mich nicht daran erinnern, ob der Hut aus vier oder zwei Lagen Kammzugwolle bestand.  Nun hatte ich ja in der letzten Zeit das dünne, gleichmäßige, lochfreie Auslegen mit feiner Kammzugwolle geübt und probierte, den neuen Hut mit zwei Lagen Wolle zu fertigen. Die Schablone ist unten 40 cm weit und etwa 45 cm lang. Für eine Seite verwendete ich 8g Wolle pro Lage.

Zur Oberflächengestaltung legte ich verschiedene Fasern, Woll-/Seidemischungen und Bobbeln auf die Oberseite. Die untere Seite krempelte ich um. So wird der Rand gleichzeitig dicker und ordentlich und die innenliegende dunklere Wolle wird sichtbar und bildet einen feinen Kontrast.

Der Hut ist sehr dünn, aber fest und wiegt 32g. An einer Stelle bildete sich beim Filzen ein Loch, das aber glücklicherweise beim Walken wieder verschwand. Er ist meiner Kopfform angepasst und bedeckt gerade die Ohren. Letztlich ist es eher eine Mütze als ein Hut. Er lässt sich problemlos zusammenfalten und in der Handtasche aufbewahren.

Bei der Fühlprobe des ersten und zweiten Hutes fiel auf, dass der erste dicker ist. Also werde ich nun meine Notizen ergänzen, dass dieser vierlagig gefilzt ist.

Was fehlt nun noch? Handschuhe! – Fäustlinge oder Fingerhandschuhe? 😃