Sterne sehen ist was Schönes…

… dachte ich, als ich gestern für den Schal die Sterne aus Vorfilz schnitt 😉

2016.09 violet stars 1

Der Vorfilz ist handgefärbt (nicht von mir, sondern von Annemie Koenen) und passt zu meinen derzeitigen Lieblingsfarben weiß, nude, rosé und violett.

Ich entschied mich für einen violettfarbenen Chiffonschal als Grundlage und rollte diesmal wie eine Weltmeisterin. Das Rollen führt dazu, dass die Sterne glatt auf dem Chiffon aufliegen, glatt bleiben und sich nicht krüsseln. Das sollte mit den Sternen nicht passieren.

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Die vier Ecken zieren ebenfalls Sterne, dadurch fällt der Schal schön, weil die Sterne auf den Ecken doppelseitig aufgetragen sind und den Schal so beschweren.

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Es ist noch nicht Weihnachten, das weiß ich wohl. Aber wer sagt denn, dass Sternchen auf die Weihnachtszeit beschränkt sein müssen. Sie sind eines meiner Lieblingsmotive:

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Schimmerschal mit Fischli

Im letzten Post schwärmte ich von der Farbpracht der unverfilzten Woll-Seiden-Mischungen. Jetzt kann ich bestätigen, dass die Wolle auch im verfilzten Zustand hält was sie verspricht und im Sommerlicht schimmert. Zuerst gebe ich Euch einen Überblick, dann ein Detailbild.

2016.08 Schimmerschal 1

Es ist, glaube ich, noch nie so schwer gewesen, etwas Filziges zu knipsen. Die Seidenanteile einzufangen und die Farbgebung insgesamt für Euch festzuhalten, ist bei den derzeitigen hellen Lichtverhältnissen gar nicht so leicht.

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Was mir an dieser einzigartigen Wolle besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass die Ränder grünlich oder bläulich erscheinen. Das ist ganz zufällig passiert und liegt vielleicht an der unteren ausgelegten Schicht.

Wie ging ich vor?

Zunächst stellte ich aus der Woll-Seiden-Mischung aus Kammzug einen Vorfilz aus zwei Schichten her. Die Wolle legte ich dachziegelartig sehr fein aus. Die zweite Schicht wurde ebenfalls überlappend, aber im 90° Winkel zur ersten Schicht ausgelegt (Foto 1). Diese Fläche belegte ich mit einem Fliegengitter und benetzte sie mit heißer Seifenlauge. Alles wurde leicht von beiden Seiten und zwei Richtungen angefilzt (Foto 2).

2016.08 Schimmerschal 3

Aus dem feuchten Vorfilz schnitt ich Fischlis (Foto 3) und verteilte sie gleichmäßig auf den angefeuchteten und ausgebreiteten Leinenschal. Alle Fischlis wurden nass gemacht, eingeseift und leicht angefilzt. Mit Fliegengitter obendrüber rollte ich den Schal (Fischlis auf der Oberseite unter dem Gitter) um eine Schaumstoffrolle vom Baumarkt (Ich glaube, so eine Rolle verwendet man zur Isolierung von Rohren, da sie einen Schlitz hat.) (Foto 4).

Nach unzähligem Rollen und mehrfachem Entwickeln, arbeiteten sich die Wolle durch das Leinengewebe (Foto 5). Bei dieser Festigkeit kann der Schal nun aufgenommen, nochmals mit heißem Wasser übergossen und geknetet oder geworfen werden (Foto 6). Einige Stellen waren sehr hartnäckig. Diese bearbeitete ich separat mit einer Extraportion heißem Wasser und Seife mit beiden Händen. Die Mühe lohnte sich: alle Fischlis waren fest mit dem Schal vereint (Foto 7). Ein luftig-leichter Leinenschal mit einigen Farbkleksen erinnern an jeden Urlaub am Meer (Foto 8).

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Und das beste kommt zum Schluss: Der Schal war mit 47 cm Breite so voluminös am Hals, dass ich ihn vor dem Befilzen teilte. So gibt es demnächst noch einen Filz-Leinen-Schal 🙂

Mitbringsel

Vom Filzkolleg in Düsseldorf brachte ich nicht nur Gefilztes und schöne Erinnerungen mit, sondern auch Mitbringsel.

Annemie Koenen hatte wunderschöne gefärbte Woll-Seidenmischungen mit, denen ich nicht widerstehen konnte. Verständlich, oder? Die Rollen liegen noch auf dem Filztisch, und ab und an gehe ich vorbei und schaue oder fasse an. Ich kann mich an dieser Farbpracht gar nicht sattsehen…

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In einem Düsseldorfer Lädchen fand ich einen feinen Leinenschal, der wunderbar zum grün-türkisenen Gemisch passt.

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Die beiden zu verbinden, wird sicher eines der nächsten Filzprojekte sein.

Sommerschal 2016

Ich habe Glück! Der weiße Baumwollschal nimmt die Vorfilzstreifen an, die Wollfasern dringen durch den dünnen Stoff. Linien sollen es sein, nicht viele, nur ein wenig Deko, damit die wärmende Wolle nicht die kühlende Wirkung der Baumwolle nimmt.

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Eine gute Stunde dauert die Filzerei, eine meditative Tätigkeit mit folgenden Schritten: Schal befeuchten –  1 cm dünne Vorfilz-Streifen schneiden – auflegen – befeuchten – einseifen – reiben (besonders an den Verbindungsstellen und Rändern) –  knüddeln – kneten – werfen.

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Der wollweiße Vorfilz passt gut zum schneeweißen Schal.

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Ein Anfang ist gemacht: der Herrenschal

Bisher waren es Damenschals, die ich filzte. Allerdings geisterte die Idee des Herrenschals schon länger im Kopf herum. Nun ist ein Anfang gemacht:

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In blauer Chiffonschal liegt zugrunde. Darauf legte ich hauchdünne Flächen mit sehr weicher Merinowolle in verschiedenen Blautönen (meliert), als passende Ergänzung zum Chiffonblau. Der abschließende Clou sind die beliebten Seiden-Mohair Wollfäden, die ein wenig Gestaltung zulassen.

Da der Schal nur einseitig mit weicher Wolle belegt ist, ist er sehr dünn, kratzt nicht und trägt nicht auf.

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Lachsfarbener Spätsommer-Loop

Passend zur Temperatur trage ich heute morgen (nur 11°C!) den Leinenschal. Er ist mit Filzstücken versehen, die ich aus Vorfilz (2 Lagen Merinokammzug) und einigen Wollfäden schnitt und einfilzte. Die Naht des ursprünglichen Loops ist durch eine dekorativere Filznaht ersetzt. Der Schal wärmt etwas und ist für den Spätsommermorgen genau richtig. Wenn es noch kühler wird, liegt der passende Hut schon bereit.

2015.01 Spätsommer-Loop