Hasenbande zu verlosen

Ostern ohne Filzdeko kann man sich nicht vorstellen, oder?

Ostern 2015.1Im letzten Jahr waren es bunte Eier, die man an einen sog. „Eibaum“ hängen konnte. 2015 ist das Jahr des Hasen, zumindest filztechnisch. Ich plädiere für eine pragmatisch-praktische Anleitung, die sich leicht, günstig und schnell umsetzen lässt (Dieser Hase hier ist übrigens sogar für Nichtfilzer geeignet, denn er lässt sich auch aus dickerem Bastelfilz oder Pappe herstellen.):

Ostern 2015.2Die beiden Teile werden ausgeschnitten und einfach ineinander gesteckt. Der Hase lässt sich nach Ostern sogar platzsparend bis zum nächsten Mal im Schrank verstauen.

Bei der Filzvariante habe ich eine große Fläche gefilzt und mit Wollgarn verziert. Die Fläche wird besonders glatt, wenn man sie bügelt. Danach lassen sich die zwei Hasenteile mit einer spitzen Schere ausschneiden.

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Die Hasengröße kann beliebig variieren. Ich habe mich für maxi (19 cm), midi (10 cm) und mini (4,5 cm) entschieden und zwei Farben (orange und brombeer) gewählt, die mir im Wollregal ins Auge sprangen. Auch ein zweifarbiger Hase ist möglich.

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Die Hasen machten mir allerdings beim Fotoshooting das Leben schwer, weil sie sich vom Wind umpusten ließen (siehe erstes Foto oben). Das erforderte ein wenig Fummelei und Geduld… aber dann klappte es.

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Jetzt endlich zur Verlosung: Die ersten 7

 Leserinnen und Leser, die eine Mail mit Namen und Anschrift an kochsilke13@gmail.com schicken, bekommen jeweils einen midi-Hasen geschenkt und kostenfrei zugeschickt. Einsendeschluss ist der 26.03.2015, 12 Uhr. Viel Glück!

 

 

Filzen mit Kindern – Welches Equipment eignet sich?

Seit zweieinhalb Jahren filze ich einmal in der Woche mit Kindern der 5. und 6. Klassen im Rahmen der Nachmittagsbetreuung des Gymnasiums Borbeck. Wir haben eine Zeitstunde zur Verfügung, das erfordert geeignetes und erprobtes Equipment und gutes Zeitmanagement, zumal die mittlerweile 15 Filzkinder der AG mit eigenen Ideen kommen und unterschiedliche Dinge herstellen. Die Materialien stehen in Regals und Kisten bereit. Die Filzkinder kümmern sich um den Auf- und Abbau ihres Arbeitsplatzes. Das dauert in der Regel nicht länger als fünf Minuten.

Zu Beginn der AG-Zeit probierte ich aus, welche Utensilien sich besonders gut eignen. Mittlerweile hat sich folgendes Equipment bewährt:

Als Unterlage nutzen wir Autofußmatten mit einem leicht erhöhten Rand. So wird verhindert, dass es zu größeren Überschwemmungen kommt. Außerdem können die Gummimatten nicht wegrutschen. Damit die unregelmäßige Oberfläche nicht stört, liegt eine dünne Antirutschmatte darüber (erhältlich im Supermarkt als zuschneidbare Matte z.B. mit den Maßen 30x150cm, üblicherweise für Küchenschubladen). Zwei Kinder teilen sich eine Matte, so ergibt sich eine kommunikative Situation, wenn sie gegenüber stehen oder sitzen.

Überschüssiges Wasser kann mit einem Küchenschwamm aufgenommen werden. Deshalb sollte eine Schüssel mit Wasser bereitstehen. Schmierseife oder flüssige Seife aus dem Drogeriemarkt hat sich bewährt. Damit die losen Wollfasern nicht an den Händen kleben, empfiehlt sich eine Gardine oder ein Fliegengitter. Ein altes Handtuch sollte auch griffbereit sein, um die Hände zu trocknen, wenn neue Wolle genommen wird.

Filz-AG Arbeitsplatz

Ein trockener Küchenschwamm eignet sich auch wunderbar als Unterlage zum Nadelfilzen. Dafür sitzen die Filzkinder an separaten Tischen. Neben den Trockenfilznadeln brauchen wir regelmäßig Scheren, Klebstoff, Plastiktüten (um die fertigen Dinge nach Hause zu transportieren), Bleistifte und Papier für Entwürfe. Als Schablone hat sich dickere Trittschallfolie aus dem Baumarkt bewährt, weil man diese durch die Wolle besonders gut fühlen kann.

Die Wolle beziehe ich von Wollknoll. Die Wolle in Mixtüten (Süddeutsche Filzwolle-Mischung, Wolle-Mix „Bunte im Vlies“, Wolle Mix „Bunte im Band“), eignet sich hervorragend, weil darin verschiedene Farben und Qualitäten vertreten sind. So ist für jeden etwas dabei.

Auch der Fotoapparat gehört zu jeder Filzstunde. Die Schüler fotografieren die Zwischen- oder Endergebnisse, damit ich sie jede Woche auf unseren eigenen Blog stellen kann: www.gymbofilzag-wordpress.com. So können auch andere sehen, was wir machen, die Arbeit der Schüler wird wertgeschätzt und der Entstehungsprozess der Filzdinge wird dokumentiert. Jede Woche schauen wir gespannt, wie viele Aufrufe unser Blogbeitrag hatte 😉.

Hier ein „Best of“ des ersten Halbjahres:

Filz-AG 1. Halbjahr

Ausgehschal

Schon lange hatte ich vor, einen schwarzen Glitzerschal zu filzen. Endlich hat es geklappt.

Grau-buntes Sitzkissen

Ein individuelles, zweiseitiges Sitzkissen aus fester, robuster grauer Bergschafwolle und bunter, weicher Merinowolle (von ca. 40 x 40 cm auf 31 x 31 cm geschrumpft):

Kameragurt

Es ist geschafft! Meine Kamera ist mit einem Kameragurt in der Nunotechnik verschönert, die ich für den Gürtel am letzten Wochenende verwendet habe: Seidenstücke auslegen, aneinander nähen, dünn mit 2 Lagen Wolle belegen und rollen, rollen, rollen… Dann kamen Bügeleisen und Nähmaschine zum Einsatz.

Inspiriert vom „Blick in eine Gasse“ (August Macke, 1914)

Das Original ist im Rahmen der Ausstellung „August Macke – Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies“ bis zum 27. April 2014 im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr zu sehen.

Beerenschal aus Vietnam

Seit einem halben Jahr beschäftige ich mich intensiv mit Vietnam und habe deshalb im Weltladen einen beerenfarbigen Schal (50% Seide, 50% Baumwolle) erstanden, der mithilfe der NGO Craft Link in Vietnam hergestellt wurde. Die grobe Struktur des Schals eignet sich wunderbar zum Einfilzen von Wollfasern. Reste handgefärbter Wolle von Inge Bauer und Anja Progl und Merinowolle von Wollknoll (27 mic) kamen zum Einsatz.

Schal aus Pongéseide

Obwohl ich schon seit 2007 filze, habe ich erst im August 2013 zum ersten Mal mit Pongéseide gefilzt. Die anderen Schals (und auch die Kissen) haben Chiffon als Grundlage. Zum Üben habe ich einen sehr breiten hell- und dunkelroten Schal aus Pongéseide mit südamerikanischer Merinowolle (24mic) belegt. Daraus wird vielleicht ein genähtes Oberteil.

2014.01.05 Pongé (2)