Töpfern: Deckel für Gläser

Vor vier Wochen war ich wieder im Romanischen Haus in den Mustergärten der Gruga töpfern. Das Thema war „Altes Glas neu gedeckelt“. Die Referentin Birgit Goldkuhle hatte bei der Anmeldung gesagt, wir sollten leere Gläser in der gewünschten Größe mitbringen und würden Deckel töpfern.

Ich entschied mich für die einfache Variante und integrierte den ursprünglichen Deckel nicht. Meine getöpferten Deckel sollten nicht verschraubbar sein, sondern auf dem Glas aufliegen. In den vier Stunden schaffte ich drei Deckel: mit einem Kleeblatt, mit einem Engel und einen in Glockenform.

Als ich dieses Bild knipste, waren Engel- und Kleeblattdeckel schon fertig, ich war dabei, die Glocke zu formen.

Heute holte ich die drei Deckel in Birgits Werkstatt ab. 

Es ist eine schöne Abwechslung zum Filzen und ein spannendes Erlebnis zu sehen, was nach zwei Bränden daraus geworden ist.

2. Töpfererlebnis

Das letzte Töpfern im November hatte mir so gut gefallen, dass ich mich gleich wieder angemeldet hatte.

Das Töpfern findet zweimal im Jahr im Romanischen Haus in den Mustergärten statt, die im Grugapark liegen. Das Haus stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Teil des heute für Veranstaltungen und Feiern genutzte Gebäudes ist der ursprüngliche Turm.

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Von innen macht es mit seinen dicken Mauern und kleinen Fenstern einen sehr heimeligen Eindruck.

Beim Töpfern statt dieses Mal die Kugel im Vordergrund. Birgit Goldkuhle hatte zahlreiche Beispiele mitgebracht: Ostereier, Hühner, Windlichter, Vögel, die sie selbst getöpfert hatte und Abbildungen mit weiteren Tieren, die aus runden Formen getöpfert werden. Ich hatte mir zuhause überlegt, etwas für den Balkon herzustellen und entschied mich für eine Miezekatze.

Die Kugel für den Körper herzustellen, war gar nicht so schwer. Daran kamen die Füße und der Kopf mit Hilfe von Frau Goldkuhle. Schwanz, Öhrchen, Nase und Schnurrhaare folgten. Eine gewöhnliche Katzenfarbe sollte das Tierchen nicht bekommen, also malte ich sie grün-blau an. Ich bin gespannt, wie sie in vier Wochen nach zwei Bränden aussehen wird.

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Etwas Zeit war noch, der Workshop ging vier Stunden lang. Also formte ich noch eine Kugel, baute diverse Körperteile an und machte ein Vögelchen, das ich bunt anmalte.

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Beschwingt und erholt ging ich nach Hause. Das war ein guter Abschluss der Arbeitswoche am Freitag und der perfekte Einstieg in das Wochenende.

Beide Teile müssen jetzt erst einmal trocknen und werden dann zweimal bei über 1000°C gebrannt. In vier Wochen hole ich sie in der Werkstatt von Frau Goldkuhle ab. Bis dahin muss ich mich gedulden… 😉 Das ist mit das Schwierigste am Töpfern…

getöpferte Sternchenvase

Heute konnte ich sie abholen, die vor vier Wochen im Romanischen Haus in der Gruga getöpferte Vase mit Sternchen.2016.12 Sternchenvase aus Ton 1

Bei einem Spaziergang war ich auf das Plakat aufmerksam geworden, und entschloss mich, an einem Freitagabend mit Birgit Goldkuhle aus Essen zu töpfern. Der letzte Töpferabend war schon lange her: In der Grundschule hatte ich einen Kurs besucht. Die Wohnung meiner Eltern war voll mit Igeln, Schalen, Hüten und anderen Dingen aus Ton. Das hatte mir damals viel Spaß gemacht. Der Ton war damals dunkelbraun und die Farben düster entsprechend gewesen.

Das war nun ganz anders: Birgit hatte hellen Ton und alle möglichen Farben zur Hand, v.a. die Gelb-, Orange- und Rottöne sprachen mich an. 2016.12 Sternchenvase aus Ton 2Besonders schön war, dass ich beim Töpfern zufällig neben Heike Giesbert saß, eine erfolgreiche Filzerin aus Essen. So konnten wir uns endlich persönlich kennen lernen. Im Februar werde ich bei Ihr einen Kurs belegen.