My Hero

Das Christkind war da und brachte einen wahren Helden:

„Hero“ ist eine Kardiermaschine.

Sie mischt und „kämmt“ verschiedene Wollfasern. Erste Versuche sind unternommen: im rötlichen Batt sind neben Merinowollresten Seidenfasern verarbeitet. Wie gut, dass jetzt ein bisschen Zeit ist, damit zu spielen.

2016.12 My Hero

Empfehlung: Weinachtsmarkt auf Schloss Lüntenbeck

Ich gehe nicht gern auf Weihnachtsmärkte: zu viele Menschen, zu viel Gedränge, zu viel Fabrikware, zu viele Fressbuden, zu wenig Handgemachtes.

Heute aber entschloss ich mich, einen Weihnachtsmarkt aufzusuchen, der dafür bekannt ist, schön zu sein. Sabine Pfuhler, die Ecoprintschals und Nunofilzröcke herstellt, hatte mich eingeladen, sie zu besuchen, denn sie hat an diesem Wochenende einen Stand beim Weihnachtsmarkt auf Schloss Lüntenbeck in Wuppertal.

Traumhaft war’s, das muss ich sagen. Die Schlosskulisse und Büdchen mit Lichterketten machten heute im Sonnenlicht einen heimeligen, adventlichen Eindruck. Schon der Weg zum Schloss stimmt ein:

2016.12 Lüntenbeck 1

Der Blick auf romantische Gebäude wechselte sich ab mit dem Blick auf viele Besucher. Allein war ich zwar nicht, aber zu keiner Zeit wurde es drängelig. Der Blick auf die Schätze der Aussteller war immer möglich. Ich mag es nicht, wenn man warten muss, bis man an einen Stand vordringen kann. Die Auswahl an Schmuck, Bekleidung, Leckereien, Dekoartikel usw. war gut getroffen, abwechslungsreich und pfiffig.

2016.12 Lüntenbeck 2

Für’s leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Und das alles bei traumhaftem Wetter, aber eisiger Kälte.

2016.12 Lüntenbeck 3

Sabines Stand war gefragt. Ich gönnte mir einen feinen Seidenschal, eine Mischung aus lachsfarben und bräunlich mit einzelnen grünen Blattakzenten. Ein absolutes Unikat. Danke, liebe Sabine, für’s Wiedersehen, die Einblicke in die Marktwelt und das Ecoprinten. Im nächsten Jahr möchte ich das wieder ausprobieren.

2016.12 Lüntenbeck 4

Sabine ist auch morgen von 11-19 Uhr auf dem Markt. Schaut vorbei, es lohnt sich!

Engel

Wie viele Engel habt Ihr?

Ich habe gezählt und bin auf vier gekommen: Zwei wohnen im Schlafzimmer, an der Wand und auf dem Nachttisch. Der Dritte steht auf dem Schreibtisch.

2016.05 Engel 1

Nummer vier ist der wichtigste; er ist überall da, wo ich bin… Er ließ sich aber nicht überreden, auf’s Foto zu kommen. Aber ich weiß, dass es ihn gibt. Ohne ihn würde ich jetzt nicht in der Lage sein, diesen Post zu tippen: Mein Schutzengel.

Aus irgendwelchen Gründen sind Engel momentan wichtig für mich. So wichtig, dass daraus eine Filzserie wurde. Ganz unbekannt ist mir das Thema allerdings nicht, denn 2014 gab es schon einen Weihnachtsengel.

An nur einem Tag entstanden diese vier Exemplare:

2016.05 Engel 2

Die ersten beiden Engel sind in Schablonentechnik gefertigt. Die anderen beiden entstanden aus einer dicken Filzfläche.

Der linke Engel besteht aus zwei Teilen, dem Körper und den Flügeln. Für beides verwendete ich feine australische Merinowolle im Kammzug. Diese Verarbeitungsart ist nicht so unbedingt mein Ding. Dies wird beim genauen Hinsehen bei den Flügeln deutlich, die ich aus einer kleiner Filzfläche schnitt. Die Schnittkanten sind nicht so akkurat wie bei Filz aus Vlieswolle oder Vorfilz. Es gibt bestimmt einen Trick, der mir aber leider unbekannt ist. Deshalb gefällt er mir nicht so gut. Es wäre ein Versuch wert, die Schablone nochmals mit Vlieswolle zu verwenden.

2016.05 Engel 3

Der zweite Engel ist aus einer cremefarbenen Vlieswolle mit Seidenanteil, die ich noch nie ausprobiert hatte. Sie ließ sich vergleichsweise mühsam verarbeiten und schrumpfte nicht viel. Er gefällt mir recht gut, weil er deutlich macht, dass Engel nicht immer schlanke, elfenhafte Wesen sein müssen 😉

2016.05 Engel 4

Für den dritten Engel nahm ich dicken Vorfilz doppelt und belegte ihn üppig mit Seidenfasern. Das gibt den schönen Oberflächen- und Farbeffekt (die Seide ist weißer als der Vorfilz). Nach dem Trocknen ließ sich diese Fläche problemlos schneiden. Den Umgang mit der kleinen Stickschere mag ich sehr, deshalb gefällt mir dieser Engel auch so gut. Außerdem ist er aus einem Stück gefertigt und lässt sich mit einem Faden versehen gut verschenken und überall hinhängen.

2016.05 Engel 5

Den vierten und letzten Engel der Serie kennt Ihr schon halb aus dem letzten Post. Das Holzstück erweiterte ich um Kopf und Flügel. Die Grundform des Kopfes besteht aus einer Kugel, die schon lange im Filzzimmer lag. Ich glaube, sie stammt noch aus der Monsterzeit. Sie wurde ein wenig vergrößert.

Die Flügel schnitt ich aus einer Filzfläche und sind, genauso wie der Kopf, mit Klebstoff am Holzstück befestigt. Mir gefällt dieser Engel am besten, denn das Zusammenspiel der beiden Materialien macht Spaß und durch Eindrücken mit den Fingern an der Vorderseite hat die Filzkugel sozusagen Augenhöhlen bekommen. Dies gibt dem Engel einen gewissen Ausdruck. Wenn es nicht so umständlich wäre, an diese tollen Holzstücke zu kommen, könnte ich mir vorstellen, eine ganze Reihe dieser Engel zu produzieren“.

Welcher gefällt Euch am besten? Und warum? Bin gespannt auf Eure Kommentare.

2016.05 Engel 6