Good luck for 2018

Liebe FilzSi-Freunde,

mit dem heutigen Tag endet ein weiteres Jahr, in dem ich diesen Blog führe, das vierte bereits. Den ersten Blogpost veröffentlichte ich am 12.01.2014, nachdem ich an einem Wochenendseminar an der VHS Münster den Umgang mit WordPress gelernt hatte, der Software, mit der ich diesen Blog und meine Website auch heute noch erstelle.

Viel steckte ich hinein – Zeit und Energie -, gab mein Filzwissen weiter und gab einiges von mir selbst preis. Viel lernte ich über das Bloggen und Führen einer Website, über das Schreiben, Formulieren und Fotografieren. Viele Workshops und Ausstellungen besuchte ich, berichtete darüber und erweiterte meinen Horizont. Vieles griff ich auf und integrierte es in meine Filzobjekte. Vieles probierte ich aus, viel Gefallen finde ich an den kleineren Objekten – Mitbringsel oder Geschenke, sie sind sozusagen mein filzSiges Steckenpferd. Auch nach vier Jahren Bloggerei macht es mir Spaß und Freude, diesen Post zu verfassen und meine Gedanken mit Euch zu teilen.

Eine wichtige Erkenntnis möchte ich heute mit Euch teilen: „Man soll niemals „nie“ sagen.“ Nie hätte ich 2014 gedacht, dass es eine solche Resonanz zu http://www.filzSi.com geben würde. In keinem anderen Jahr als 2017 haben so viele von Euch auf diesen Blog geschaut. Ich habe gerade die Statistik angeschaut und bin überwältigt: Es waren 6746 Menschen! WOW, das ist eine Menge!

Deshalb danke ich Euch für Euer Vertrauen, für die vielen, vielen Kommentare und lieben Worte, die mich dieses Jahr erreichten und die mich anspornen, auch in schwierigeren Phasen weiterzumachen. Das Filzen, Fotografieren und Bloggen sind wichtige Teile meines Lebens, gute Ausgleiche, die ich nicht missen möchte. Dafür bin ich sehr dankbar.

2017 erweiterte ich meinen Horizont weiter in Richtung Social Media und muss zugeben, dass Facebook und Instagram es mir leicht machen, meine Ideen zu verbreiten: Fotos, kurzer Texte (wenn überhaupt), Hashtags und einfache Kommunikation durch Likes und/oder Kommentare schaffen einen kurzen Draht zur internationalen Filzcommunity, den ich sehr schätze. Ich schreibe das, weil ich das Gefühl habe, diese Bereiche erweitern nicht nur meinen Horizont, sondern führen vielleicht auch dazu, dass es hier auf dem Blog etwas stiller zugeht. So ein Blog erfordert mehr Zeit und Energie. Trotzdem fühlen sich alle drei Bereiche, Blog, Facebook und Instagram, derzeit richtig an.

Für dieses Jahr verabschiede ich mich – wie sollte es anders sein? – mit kleinen Filzobjekten, nämlich Glücksbringern, die gestern entstanden. Drei Stück sind es geworden, die Ihr leicht nachmachen könnt. Ich filzte sie um eine Schablone, entfernte diese nach dem Anfilzen, sodass sich die Löcher noch schließen konnten. So sind sie nicht so platt, als wenn ich nur eine Fläche gefilzt und in Form geschnitten hätte. Sie werden als Anhänger oder Talismane noch heute Abend verschenkt.

Kommt gut ins neue Jahr!

Best of 2017

Heute gibt es einen kleinen Rückblick auf mein Filzjahr 2017. Dies sind für mich die wichtigsten und schönsten Filzteile, die ich dieses Jahr herstellte:

Im einzelnen (v.l.n.r. und v.o.n.u): Einhorn mit magnetischen Gliedmaßen, Tüte mit Boden, Wandobjekt à la Annemie Koenens , Mütze, Schal, Handschuhe, Chiffonschal mit Mohnblüten, Urlaubsfilzteile in pink und grün, Lavendelsäckchen in Nunofilztechnik, Lockentasche, Ringkissen, Würfel, Handytasche, Kapsel à la Ricarda Aßmann, Lockenkragen.

Schwerpunkte legte ich in diesem Jahr auf

  • das Filzen mit Rohwolle und Locken,
  • neue, kniffelige und pfiffige Techniken,
  • das dünne Auslegen von feiner Merinowolle und
  • das Filzen mit Seide in der Nunotechnik.

Ich bin gespannt, was das Filzjahr 2018 bringt!

Töpfern: Deckel für Gläser

Vor vier Wochen war ich wieder im Romanischen Haus in den Mustergärten der Gruga töpfern. Das Thema war „Altes Glas neu gedeckelt“. Die Referentin Birgit Goldkuhle hatte bei der Anmeldung gesagt, wir sollten leere Gläser in der gewünschten Größe mitbringen und würden Deckel töpfern.

Ich entschied mich für die einfache Variante und integrierte den ursprünglichen Deckel nicht. Meine getöpferten Deckel sollten nicht verschraubbar sein, sondern auf dem Glas aufliegen. In den vier Stunden schaffte ich drei Deckel: mit einem Kleeblatt, mit einem Engel und einen in Glockenform.

Als ich dieses Bild knipste, waren Engel- und Kleeblattdeckel schon fertig, ich war dabei, die Glocke zu formen.

Heute holte ich die drei Deckel in Birgits Werkstatt ab. 

Es ist eine schöne Abwechslung zum Filzen und ein spannendes Erlebnis zu sehen, was nach zwei Bränden daraus geworden ist.

Weihnachtskarten

Auch in diesem Jahr gibt es Weihnachtskarten mit Filzelement. Die Farbe haben die verfügbaren Karten aus dem örtlichen Schreibwarenhandel bestimmt: ein helles Türkis.

Ich filzte eine Fläche mit petrolfarbener Kammzugwolle und Seidenfasern, schnitt Sternchen, ritzte zwei Schlitze in die Karten, beschriftete den entstandenen Streifen und schob den Filzstern hindurch. Fertig!

Diese Karten lassen sich auch sehr gut aus Filzresten herstellen.

Fotobox für Blogfotos im Winter

Ich berichtete letztens, dass es gar nicht so leicht ist, in den dunklen Wintermonaten einen Blog mit Fotos aufrecht zu erhalten. Die Fotos werden bei künstlichem Licht nicht gut. Tageslicht sehe ich derzeit nur bei der Arbeit und am Wochenende. Ich möchte aber nicht bis dann warten, um Fotos zu schießen und Blogbeiträge zu planen. Vor Jahren kaufte ich mir eine Tageslichtlampe, die zwar hell genug ist, aber so starke Schatten bildet, dass die Objekte nicht schön in Szene gesetzt sind.

Jetzt leistete ich mir eine einfache, kleine Fotobox. Dies ist ein faltbarer, weißer Karton, der vorne offen ist. Am oberen Rand ist eine LED-Lichtleiste angebracht. Das gefilzte Objekt liegt in der Box, und diese Lichtleiste wirft keine Schatten. Der Untergrund ist vorhanden, d.h. die Box kann irgendwo nah an einer Steckdose stehen. Bei Bedarf kann der Unter- und Hintergrund von weiß auf schwarz gewechselt werden. Das Ergebnis ist sehr überzeugend. Nach Gebrauch lässt sich die Box zusammenklappen und in einem mitgelieferten Beutel flach aufbewahren.

Perlmutt

Wer diesem Blog regelmäßig folgt, weiß, dass ich mich in letzter Zeit mit sehr feiner Wolle und dem dünnen, gleichmäßigen Auslegen der Wolle beschäftigte.

Letztens bestellte ich eine kleine Menge sehr feine Wolle (16 Mic) in der Farbe „Perlmutt“. Schaut mal, ist sie nicht zauberhaft?

Daraus zauberte ich drei Lavendelsäckchen. Die erfüllen momentan drei Zwecke:

  • Sie sind ohne viel Aufwand recht schnell hergestellt. Für größere Projekte fehlt im Moment die Zeit, Lust und Energie.
  • Sie eignen sich perfekt für Weihnachtsgeschenke.
  • Sie müssen, um den Lavendelduft durchzulassen, sehr dünn gefilzt werden… ohne Loch.

Das dünn gefilzte könnt Ihr an obigem Foto erkennen, denke ich. Die Wolle ist  bei diesem Foto bereits angefilzt, die Schablone ist entnommen, und das Filzteil wird nun vorsichtig immer wieder hochgenommen auf der Oberfläche abgelegt. So gewinnt es schnell an Stabilität und eventuelle dünne Stellen verschwinden.

Ich hatte weiße Seidenfasern auf die perlmuttfarbene Kammzugwolle aufgelegt. So sehen die Lavendelsäckchen aus. Sie müssen nun trocknen, werden dann mit getrockneten Lavendelblüten befüllt und mit einem Satinband verschlossen. Ich finde, die Wolle macht ihrem Namen alle Ehre.

So langsam neigt sich die Weihnachtsproduktion dem Ende zu.