Weihnachtskarten

Auch in diesem Jahr gibt es Weihnachtskarten mit Filzelement. Die Farbe haben die verfügbaren Karten aus dem örtlichen Schreibwarenhandel bestimmt: ein helles Türkis.

Ich filzte eine Fläche mit petrolfarbener Kammzugwolle und Seidenfasern, schnitt Sternchen, ritzte zwei Schlitze in die Karten, beschriftete den entstandenen Streifen und schob den Filzstern hindurch. Fertig!

Diese Karten lassen sich auch sehr gut aus Filzresten herstellen.

Fotobox für Blogfotos im Winter

Ich berichtete letztens, dass es gar nicht so leicht ist, in den dunklen Wintermonaten einen Blog mit Fotos aufrecht zu erhalten. Die Fotos werden bei künstlichem Licht nicht gut. Tageslicht sehe ich derzeit nur bei der Arbeit und am Wochenende. Ich möchte aber nicht bis dann warten, um Fotos zu schießen und Blogbeiträge zu planen. Vor Jahren kaufte ich mir eine Tageslichtlampe, die zwar hell genug ist, aber so starke Schatten bildet, dass die Objekte nicht schön in Szene gesetzt sind.

Jetzt leistete ich mir eine einfache, kleine Fotobox. Dies ist ein faltbarer, weißer Karton, der vorne offen ist. Am oberen Rand ist eine LED-Lichtleiste angebracht. Das gefilzte Objekt liegt in der Box, und diese Lichtleiste wirft keine Schatten. Der Untergrund ist vorhanden, d.h. die Box kann irgendwo nah an einer Steckdose stehen. Bei Bedarf kann der Unter- und Hintergrund von weiß auf schwarz gewechselt werden. Das Ergebnis ist sehr überzeugend. Nach Gebrauch lässt sich die Box zusammenklappen und in einem mitgelieferten Beutel flach aufbewahren.

Perlmutt

Wer diesem Blog regelmäßig folgt, weiß, dass ich mich in letzter Zeit mit sehr feiner Wolle und dem dünnen, gleichmäßigen Auslegen der Wolle beschäftigte.

Letztens bestellte ich eine kleine Menge sehr feine Wolle (16 Mic) in der Farbe „Perlmutt“. Schaut mal, ist sie nicht zauberhaft?

Daraus zauberte ich drei Lavendelsäckchen. Die erfüllen momentan drei Zwecke:

  • Sie sind ohne viel Aufwand recht schnell hergestellt. Für größere Projekte fehlt im Moment die Zeit, Lust und Energie.
  • Sie eignen sich perfekt für Weihnachtsgeschenke.
  • Sie müssen, um den Lavendelduft durchzulassen, sehr dünn gefilzt werden… ohne Loch.

Das dünn gefilzte könnt Ihr an obigem Foto erkennen, denke ich. Die Wolle ist  bei diesem Foto bereits angefilzt, die Schablone ist entnommen, und das Filzteil wird nun vorsichtig immer wieder hochgenommen auf der Oberfläche abgelegt. So gewinnt es schnell an Stabilität und eventuelle dünne Stellen verschwinden.

Ich hatte weiße Seidenfasern auf die perlmuttfarbene Kammzugwolle aufgelegt. So sehen die Lavendelsäckchen aus. Sie müssen nun trocknen, werden dann mit getrockneten Lavendelblüten befüllt und mit einem Satinband verschlossen. Ich finde, die Wolle macht ihrem Namen alle Ehre.

So langsam neigt sich die Weihnachtsproduktion dem Ende zu.

Ergebnisse: Filznachmittag mit meiner Mutti – rot und blau

Na, seid Ihr schon neugierig, was wir gefilzt haben?

Hier kommen die Ergebnisse: Zuerst ging es an die Kardiermaschine. Ich gab die aufgefächerten Kammzüge an (Merinowolle und Seidenfasern) und Mutti bediente die Kardiermaschine. jedes Batt haben wir zweimal kardiert, damit sich die Farben besser mischen. Rot- und Blautöne wählten wir aus.

Diese Batts sind entstanden:

Mutti wählte die roten, ich die blauen Batts und dann legten wir los. Dadurch, dass wir zwei Tische zur Verfügung hatten, konnten wir parallel arbeiten. Hin und wieder schielte ich mit einem Auge auf Muttis Platz. Das war jedoch nicht oft nötig, denn sie filzt ja nicht zum ersten Mal. Das Nunofilzen hatte sie allerdings noch nie vorher gemacht.

Anhand dieses Fotos erahnt Ihr, von wem ich meine Fingerfertigkeit und kreative Ader geerbt habe 🙂Aus den roten Batts wurden zwei Lavendelsäckchen:

Aus den blauen filzte ich eine Fläche, die ich für meine Weihnachtskarten benötige. Diese Produktion ist noch nicht abgeschlossen:

Fazit: Mutti und ich werden öfter miteinander filzen. Es ist so bereichernd!

1. Advent 2017

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 1. Advent.

Mein Avents“kranz“ ist in diesem Jahr in frischen Farben gehalten und enthält nichts Gefilztes. Ein weißes Holztablett trägt vier hellgrüne Kerzen, dazwischen liegen Tannenzapfen, die ich  während meines Ostseeurlaubs vor ein paar Wochen sammelte. Es sind fünf verschiedene Arten von Tannenzapfen.

Wie sieht Euer Adventskranz aus?

Vofreude: Filznachmittag mit meiner Mutti

Ich selbst filze in der Regel im Stehen. Dafür habe ich mir vor Jahren einen höhenverstellbaren großen stabilen Tisch (110 x 195cm, 90cm hoch; weitere Infos hier) zugelegt, mit dem ich sehr zufrieden bin. Wird mir das Stehen zu viel, setze ich mich auf einen Barhocker, der zur Tischhöhe passt.

Heute Nachmittag steht ein Filztreffen mit meiner Mutti an. Wir möchten Wollreste kardieren und kleine Weihnachtsgeschenke filzen. Ich freue mich so sehr darüber, dass wir beide kreativ sein können.

Für sie habe ich meinen kleinen Nähtisch zum Filztisch umgeräumt, der eine normale Sitzhöhe hat. Das ist nötig, denn sie kann nicht auf einem Barhocker sitzen und schlecht stehen. Aber kardieren und filzen kann sie auch mit 79 Jahren wie eine Weltmeisterin!

Seid gespannt, was wir Schönes produzieren!

Lavendelsäckchen: Xmas presents in the making

Es ist gar nicht so einfach in der dunklen Jahreszeit einen Filzblog am Leben zu halten. Das Filzen ist dabei das geringste Problem, vielmehr geht es um das Fotografieren. Das geht am besten bei Tageslicht, aber das sehe ich derzeit meist nur beim Arbeiten.

Heute versuchte ich es mt der Tageslichtlampe. Allerdings wirft sie harte, dunkle Schatten. Na ja, den Kompromiss muss ich wohl eingehen.

Gefilzt habe ich drei Lavendelsäckchen, (Kammzug in zwei dünnen Lagen ausgelegt), alle ca. 8 cm hoch und 4-5 cm breit, im Nunofilzverfahren (mit Seidenresten) nass gefilzt, mit getrockneten Lavendelblüten gefüllt und mit Satinbändchen verschlossen (die an Kleidungsstücken angebrachten schneide ich ab und hebe sie für solche Zwecke auf).