„Jetzt spinnt die auch noch?“

… werden vielleicht einige denken. „Hat se mit dem Filzen nicht genug zu tun?“ Mag sein. Seitdem ich mich aber mit verschiedenen Wollsorten und deren Verarbeitung, z.B. mit der Kardiermaschine, beschäftige, bin ich irgendwie gedanklich in Kontakt mit dem Spinnen gekommen. Entspannend soll es sein und wunderschöne Garne kommen dabei heraus, versprachen die Bilder und Berichte im Internet.

Schon vor Jahren bewunderte ich eine Spinnerin, die ich in Mönchengladbach bei einem Filzworkshop kennenlernte. Sie hatte sich auf sogenannte Artjarns spezialisiert und kreierte wahrliche Kunstwerke, Garne mit verschiedenen Effekten.

Das Spinnen, so las ich im Internet, sollte gar nicht so schwer zu erlernen sein, am besten, man fängt mit einer Handspindel an. Ok, die kaufte ich, schaute mir Youtube-Videos an und wusste sehr schnell: Nee, die Handspindel ist nix für mich.

Über eine Gruppe bei facebook lernte ich Gabriela kennen. Sie bot an, mir das Spinnen mit einem Spinnrad beizubringen. Bei ihr bin ich nun zweimal gewesen. Sie besitzt mehrere Spinnräder, die ich ausprobieren kann. Bislang komme ich aber mit dem, das sie mir als erstes ans Herz gelegt hat, ganz gut klar, und sie freut sich, dass ich komme und wir zusammen spinnen.

Beim zweiten Mal klappte es schon bedeutend besser, der Faden riss nicht mehr so häufig und das Garn war gleichmäßiger, die Zeit der „schwangeren Regenwürmer“, wie man die ungleichen Anfängergarne bezeichnet, scheinen weniger zu werden. Und Spaß macht es auch noch.

Das ist die erste Spule:

2017.02 Spinnen 1

Und dies die zweite:

2017.02 Spinnen 2

Auf den Spule ist Wolle vom Jakobschaf, die Gabriela extra bestellte, weil sie lange Fasern hat und somit für Anfänger bestens geeignet ist.